Tagesbericht vom 21.07.2008

Ort: Sydney/Blue Mountains | Autorin: Donatella

Heute war mal wieder ein hektischer Morgen, aber auch der letzte Morgen, da wir morgen früh Richtung Heimat zurückfliegen. Wir mussten sehr früh aufstehen, damit wir um 7 mit dem Bus zu den „Blue Mountains“ fahren konnten.

Die Busfahrt dauerte ungefähr zwei Stunden. Dort angekommen, sind wir mit der „Scenic Railway“ Bahn den steilsten Hang Australiens runter gefahren und dann wieder mit der „Scenic Cableway“ hochgefahren. Beobachten konnten wir Australiens Wälder-Panorama  in voller Pracht. Die Ausschau war sehr überwältigend und wunderschön.

Daraufhin sind wir mit dem Bus zum „Echo Point“ gefahren, wo wir wie auf einer Terrasse die berühmtesten Felsen der Blue Mountains, die „Three Sisters“ sehen konnten. Es folgte dann eine kürzere Fahrt mit dem Bus zum Kino, wo wir „The Edge“ geguckt haben.

„The Edge“ ist eine Film-Dokumentation über Australiens Wälder, die bis heute nicht genau besichtigt worden und dennoch gefährdet sind. Nach 40 Minuten Kino folgte ein Büffet-Essen in der Kantine des Kinos, wo sich ALLE sehr gefreut haben und sich  natürlich satt gegessen haben, da die letzen Tage sehr von Fast -Food geprägt waren.

Unsere letzte Tour durch Australien brachte uns zum „Featherdale Wildlife-Park“, wo man Australiens berühmteste Tiere zum letzten mal hautnah erleben und anfassen konnte, das waren Tiere wie Kängurus, Wallabies, Wombats oder Koalabären.

Langsam endete unser Tag mit der Busfahrt zu unserem letzten Schlafplatz in Australien, einer Lagerhalle neben dem Olympiastadion Sydneys. Abends gingen wir dann ein letztes mal gemeinsam essen und dann ein Bierchen trinken. Ein sehr angenehmer Tag ging dann zu Ende.

Tagesbericht vom 20.07.2008

Ort: Randwick/Sydney | Autorin: Carolin

Unser Tag begann heute um 7 Uhr, denn eine Gruppe aus Papua Neuguinea trällerte uns ein fröhliches Morgenlied, ein ungewohnter Wecker, aber um einiges schöner als die nervigen Handyklingeltöne, die uns sonst immer weckten. Jeder hatte kurz und ziemlich unbequem geschlafen und so waren wir dementsprechend ziemlich gerädert. Wir hatten drei Stunden Zeit um unsere Gemüter einigermaßen wach zu bekommen, denn um 10 Uhr begann die große Abschlussmesse mit mehr als einer halben Million Pilgern, ein unvergesslicher Anblick.

Die vielen verschiedenen Kulturen, Gesänge, Farben und Charaktere kreierten ein buntes, aber doch besinnliches Treiben. Um uns herum waren Deutsche, Polen, Mexikaner, Amerikaner und Papua Neuguinea und andere. Alles in allem hatten wir einen guten Platz, vor uns war eine Leinwand und die Bühne war auch in Sichtweite.

Das Besondere an der Messe war, dass 24 bestimmte Jugendliche vom Papst gefirmt wurden. Die anstrengende Nacht zeigte sich während der fast dreistündigen Messe, jede Sitzgelegenheit wurde dankbar angenommen und einige verschliefen sogar die Kommunion.

Am Ende der Messe wurde der nächste Ort des Weltjugendtages bekannt gegeben: Madrid, Spanien. Man kann sich vorstellen, dass die Spanier völlig aus dem Häuschen waren, entsprechend feierten sie vor dem Altar.

Erik (Pühringer) kehrte zu uns zurück, da er eine extra Wurst und einen besseren Sitzplatz hatte (Konzelebration), und wir blieben noch circa eine Stunde nach der Messe an unseren Plätzen, um der riesigen Menge den Vortritt zu lassen, und gingen dann erst in Richtung Bus.

Nach einigem Umsteigen kamen wir dann zu unserer Ausgangsstation Wynyard. Dort trennte sich die Gruppe in drei Teile. Unsere Unterkunft öffnete erst wieder um 19 Uhr, so dass wir unsere Zeit anderweitig vertreiben mussten. Einige fuhren an den Strand, einige in den Ort unserer Unterkunft und einige blieben noch in Sydney, um die restlichen Geschenke und Postkarten zu besorgen.

Abends trudelten alle wieder erschöpft in die Schule ein und genossen ihr erstes und wohlverdientes (laut Erik) Bier in Australien. Wir gingen alle noch gemeinsam Essen und fielen danach todmüde in unseren Schlafsack.

Tagesbericht vom 19.07.2008

Ort: Sydney/Randwick | Autor: Christoph

Der Tag begann wieder einmal wundervoll … und zwar kalt. Denn wie nach jeder Nacht, die wohlig warm begann, war es am Morgen wieder ziemlich kühl: Gefühlte -10 Grad.

Aufgestanden sind wir gegen 7 Uhr, dass heißt die anderen, meine Wenigkeit ließ sich wieder einmal eine halbe Stunde länger Zeit. Wenn ich zu dieser Morgenstunde noch müde war, so war ich es nach der Morgenwäsche unter eiskaltem Wasser sicher nicht mehr.

Zurück im Zimmer mussten wir dann unsere Sachen packen, die wir für die Übernachtung im Randwick Racecourse benötigten. Das heißt: Schlafsack, Isomatte, Warme Klamotten, sowie Verpflegung für den Pilgrimswalk. Alles zusammen machte das dann etwa eine Tonne Gewicht.Voll beladen trafen wir uns dann gegen 9 Uhr im Hof der Schule und machten uns auf zum Bus. Diesen mussten wir uns  mit einer Pilgergruppe aus Spanien teilen, was so viel bedeutete, wie sich mit all seinen Klamotten auf einen kleinen Sitzplatz zu quetschen und in dieser Pose eine Stunde zu verharren. Irgendwie ist es mir gelungen eine Sitzposition zu finden, die es mir erlaubte die ganze Fahrt zu verschlafen.

Den Weg bis zur Harbour Bridge zu finden war nicht schwer. Wir schlossen uns einfach der grölenden Masse von anderen Pilgern aller Farben und Kulturen an, welche ebenfalls ihren Pilgermarsch antrat.
Dieser führte über die schon erwähnte Brücke und zog sich durch die Stadt bis zum neun Kilometer entfernten Randwick Racecourse.

Neun Kilometer sind an sich ja keine große Entfernung, werden aber, wenn man so bepackt ist wie wir es waren, zur reinsten Tortour.
Das Bild was sich dann aber auf der Harbour Bridge bot, entschädigte für alles: Ein nicht abreißender Menschenstrom von jungen Pilgern aus allen Teilen der Welt. Nahezu alle Nationen waren vertreten.

Dies bemerkte man an den Gesängen die überall erschallten: Von Aussi Aussi Schlachtrufen der Australier bis zu den Gospelsongs der Afrikaner war alles vertreten. Und mittendrin schrien wir, die wir uns unter eine andere Gruppe aus Deutschland gemischt hatten, unser OLEEEE OLEEEEEE heraus.

Allerdings forderte dieser Gewaltmarsch auch einige Opfer, genauer gesagt Céline und Daniel. Beide trugen Knieverletzungen davon, welche sie aber tapfer überstanden.

Die Rennbahn betraten wir dann am Ende des Pilgrimwalks ohne weitere Verzögerungen und bekamen sogar noch das Lunchpaket überreicht. SCHON WIEDER TUNFISCH! Allerdings gab es diesmal auch Huhn mit Gemüse, was einigermaßen genießbar war.

Die Atmosphäre auf der Rennstrecke war genial. Über 800 000 weitere Pilger bezogen ebenfalls Quartier. So weit das Auge blicken konnte sah man nur Menschen und Fahnen.

Nachdem wir unsere Schlafstätte aufgebaut hatten spaltete sich die Gruppe in zwei Hälften. Die eine Hälfte machte sich auf, die restlichen Aachen-Pins zu „swappen“ und die andere … schlief. Ich war Teil der ersten Hälfte und hatte zwei neue Armbänder, zwei Pins, sowie einen Rosenkranz zu verbuchen.

Mit Einbruch der Dunkelheit kam dann auch die Kälte, welche dazu veranlasste, alle Klamotten anzuziehen, die man sich mitgenommen hatte. Ich selbst fühlte mich wie eine Kopie des Michelinmännchens.

Gegen 19 Uhr begann dann die Abendandacht, die der „Holy Father himself“ hielt. Es wurden Texte in allen am größten vertretenen Sprachen gehalten. Die Andacht war meines Erachtens sehr bewegend.

Die schönste Erinnerung die ich an diesen Abend behalten werde, ist das Bild eines riesigen Flammenmeers, was die Kerzen, welche an die Pilger verteilt wurden, erzeugten.

Nach der Andacht spielten noch zwei Bands. Eine irische und eine Priesterband.

Die Priester waren gut, aber die Iren hatten Feuer in ihrer Musik, was mich und Marc veranlasste, wie die Verrückten durch die Gegend zu tanzen.

Die folgende Nacht war kalt und warm zu beiden Teilen. Kalte Füße, warmer Körper. Alles in allem kann man sagen, es war eine anstrengende, aber schöne Zeit in Randwick.

Tagesbericht vom 17.07.2008

Ort: Sydney | Autor: Marc

Heute sind wir um kurz nach 8 Uhr in die Stadt aufgebrochen, um unsere zweite Katechese zu besuchen. Nach langen Diskussionen am gestrigen Tag waren wir schon sehr gespannt, wie diese heute ausfallen würde. Wir  hatten es schon wieder nicht geschafft, pünktlich loszukommen, was gestern schon kritisiert wurde :-) .  Als wir ankamen, warteten wir draußen darauf, dass die Leute mit ihrem Gesang fertig waren, da wir sie ja nicht stören wollten.

Als wir dann rein gegangen sind, haben wir noch ein paar Minuten darauf gewartet, dass es losgeht. Wir stellten fest, dass ein paar alte Freunde da waren,  mit denen wir gestern heiße Diskussionen geführt hatten. (Donatella und ihr Handy [Oder Kamera :P])

Erst durften drei Personen ein paar Fragen beantworten. Sie haben jeder aus ihrem Leben erzählt, was, glaub ich, keinen von uns interessiert hat. Die Katechese war schon besser als gestern. Es gab ein paar Stellen, die ich amüsant fand.

Nach der Katechese hatten wir dann noch eine Messe. Als wir mit der Messe fertig waren, gingen wir zum Mittagessen über, das sehr ausgefallen war. Wir hatten Brötchen mit Thunfisch und Bohnen in Tomatensoße.

Nach dem Essen fuhren wir mit dem Bus nach Sydney rein, um den Papst zu begrüßen. Heute hatten wir bessere Plätze als vorgestern. Wir konnten gut auf den Altar sehen und hatten direkt vor uns eine Leinwand. Außerdem befanden wir uns an jenem Gang, auf dem der Papst entlang kommen würde.

Irgendwann kam der Papst dann unter Applaus per Schiff nach Barangaroo.

Wir hörten dann eine Willkommensrede des Papstes und von noch ein paar anderen Personen. Als der Papst fertig war, hat er sich wieder zu seinem Papamobil begeben und ist noch durch die Stadt gefahren. Wir sind in der Zwischenzeit zum Abendessen übergegangen, fast alle fanden das Abendessen ein wenig abstoßend.

Gegen 6 Uhr haben wir uns dann mit Tausenden Pilgern auf den Heimweg begeben. Gegen 19.30 Uhr waren wir dann wieder in St. Rose, wo wir den kompletten Abend Freizeit hatten. Alles in allem fand ich den Tag sehr gut. :-)

Tagesbericht vom 16.07.2008

Ort: Sydney | Autor: Michael Eich

Nach einem frühen Start gegen 7 Uhr gab es ein kleines, aber feines Pilger- Frühstück. Pünktlich 8:15 Uhr ging es dann los zur Katechese und einer anschließenden Messe in der St. James Kirche mit Weihbischof Dr. Reinhard Hauke aus Erfurt.

Nach einem warmen Mittagessen ging es mit dem Bus in die Stadt. Ein Ausflug über die Harbour Bridge und das Hinaufklettern auf eine Besichtigungsplattform  wurden zum Höhepunkt des Tages. Von der Plattform konnte man einen atemberaubenden Blick auf die Skyline Sydneys mit der weltberühmten Opera genießen.

Nach diesem Ereignissen und viele Bilder später ging es auf in das Hafenviertel von Sydney, ,,The Rocks“ genannt, wo ein Gruppenfoto mit Mechernich-Flagge entstand, was von den umstehenden Touristen, Pilgern und Einwohnern erfreut beobachtet wurde. Nach kurzer Beratung  in der Gruppe wurden mehrere kleinere Gruppen gebildet, die an verschiedenen Plätzen ihren restlichen Tag verbrachten, wie z.B. beim Shoppen.

Nach einem anstrengenden Tag kamen alle gesund und munter in der Unterkunft an und ließen die letzten Tage und Wochen Revue passieren.

Tagesbericht vom 15.07.2008

Ort: Sydney | Autorin: Betsy

Vor langer, langer Zeit gab es einen Traum, den eine kleine Gruppe von Jugendlichen aus Mechernich hegte. Dieser Traum war der Weltjugendtag 2008 in Sydney. Durch viele kleine Arbeiten kamen sie ihrem Traum immer näher. Und nun haben sie wirklich das Ziel ihres gemeinsamen Traumes erreicht:

WE ARE IN SYDNEY . . . NOW !

Meine erste Nacht in der australischen Metropole war recht kurz, aber doch sehr erholsam. Gegen halb fünf hörte ich Vögel, die Laute von sich gaben, als würden sie uns auslachen.

Natürlich musste ich mitlachen. Also, damit Ihr Bescheid wisst: In Sydney wird man nicht wie in Deutschland durch das Krähen eines Hahns geweckt, sondern durch das Lachen eines eigenartigen Vogels.Nachdem ich mich für den Tag frisch gemacht hatte, wurden mir und ein paar anderen Frühaufstehern das Frühstück serviert. Es gab verschiedene Cerealien (Cornflakes, haferflocken etc. pp.), Brot, Marmelade und Früchte aus der Dose im Joghurtbecher. Natürlich gab es auch heiße und kalte Getränke. Naja, auf jeden Fall habe ich mit soviel Auswahl beim Frühstück nicht gerechnet.

Nachdem wir gegessen hatten und mittlerweile auch die Letzten fertig waren, fuhren wir vom Quartier mit dem Bus nach Sydney, was kein Katzensprung ist. Fast eine Stunde saßen wir in diesem Bus. Dabei sind wir auch auf weitere Pilger gestoßen. Unter anderem  welche aus „Aussie-Land“ selbst. Ich muss zugeben, die Australier sind wirklich „nice“.

Als wir in Sydney angekommen waren, teilten wir uns in kleinere Gruppen auf. Die einen gingen shoppen, die erkundeten Sydney. Es war so unfassbar. Dort war die City und da der Hafen und mittendrin das berühmte Opernhaus: Einfach „amazing“.

Gegen 12.30 Uhr trafen wir uns an der St. Marys Church und hatten vor, dort was zu essen, weil es hieß, dass es an der Kirche was zu essen gibt, doch es gab nichts und wir hatten alle Hunger. Bis wir den stillen konnten, mussten wir noch durch die halbe City zurück zum Hafen, dort wo auch die Eröffnungsmesse stattfand.

Nachdem  wir Energie getankt hatten, machten wir uns auf die Suche nach unseren Plätzen für die Messe. Dies hatte sich doch ziemlich in die Länge gezogen, da wir durch die Security (Sicherheitsdienst) ständig aufgehalten wurden. Ich sage nur „good Organisation“.

Die Messe an sich war . . . wie kann man das beschreiben? . . . unbeschreiblich!

So viele Jugendliche auf einem Fleck und sie fühlten und lebten ihren Glauben. Durch Tanz, Gesang oder ähnliches. Es war einfach klasse. Als die Messe zu Ende war, war es Zeit für unser Essen. Diesmal waren wir zwar am richtigen Platz, doch wir mussten uns wirklich gedulden, bis wir unser Essen bekamen. Nachdem auch die Letzten ihr Essen bekommen hatten und schließlich auch fertig waren, machten wir uns auf den Heimweg. Schnell mussten wir erkennen, dass  die Behörden die halbe Stadt gesperrt hatten. Das hieß, dass wir am Hafen entlang zum Hauptbahnhof mussten und es gab keine Abkürzung . . .

Irgendwann, ich weiß nicht wie, sind wir in unserem Quartier angekommen und waren relativ schnell im Bett. First Day in Australia . . . muss man erlebt haben . . .
God bless you all . . . Greetings . . . Betsy

Tagesbericht vom 14.07.2008

Ort: Melbourne/Sydney | Autorin: Celine

Nach einer seeeeehr kurzen Nacht ging es heute Morgen um 4 Uhr los zum Flughafen. Am Flughafen angekommen, wurde flott eingecheckt und schon saßen wir im Flieger nach Sydney. Dort angekommen, war der Tag für mich persönlich erst einmal gelaufen. Nachdem alle ihren Koffer hatten, stand ich immer noch einsam und alleine am Band und wartete zitternd auf meinen Koffer. Auch nach einer Stunde war er nicht aufgetaucht, und deshalb flossen erst einmal ein paar Tränen, und ich musste meinen Koffer als vermisst melden :-( .

Gott sei Dank war die Gruppe sofort sehr hilfsbereit, so dass ich später mit neuer Zahnbürste und einem Pyjama, sponsored by Manuel, ausgestattet war.

Nachdem wir wieder vollständig waren, wurden wir erst einmal samt Koffer in Mini-Taxis eine Stunde quer durch Sydney nach Collaroy Plateau gefahren, wo unsere Schule steht.

Im Mini-Taxi quetschten wir uns zu zehnt hinein wie Sardinen in der Büchse. Leider durften wir erst ab 16 Uhr rein in die Schule und sind deshalb zuerst einmal zum Strand gegangen, wo mir Pechvogel erst die FlipFlops fliegen gegangen sind (den Wellen gefielen meine Schuhe anscheinend sehr) und danach auch noch meine Jeans klatschnass waren  . . . ich muss wohl nicht wiederholen, dass ich zu der Zeit keinen Koffer hatte . . .  Als es endlich 16 Uhr war, ging es ab in die Schlafräume (natürlich männlich/weiblich getrennt).

Kaum waren wir zufrieden, kam der nächste Schock: Die Dusche besteht aus einer Holzkiste auf Rädern, die man sich zu Dritt teilen muss und die ca. 100 Meter von unserem Schlafsaal entfernt liegt. Dies wiederum heißt, dass wir im Bikini bei sechs Grad Celsius über den Hof spazieren müssen. :-) Der Schock wurde dann mit Pizza und Kaffee überwunden und die Volonteers (freiwillige Helfer) haben dafür gesorgt, dass wir nachts nicht frieren mussten, indem die Gemeinde ihre Speicher und Keller geplündert hat, um uns mit Decken und Matten zu versorgen.

Um 23 Uhr lagen wir endlich alle im „Bett“, als es an der Tür klopfte, und ein sehr netter Herr mir meinen Koffer brachte. Meine erste Reaktion war einmal quer durch den Raum zu kreischen, was wiederum unseren „Püh“ (Pfarrer Erik Pühringer) weckte, der darüber nicht sonderlich erfreut war (:-) Sorry). Also ging auch ich glücklich und zufrieden ins Bett, so dass wir morgen schnell in die Stadt kommen können.

Tagesbericht vom 13.07.2008

Ort: Melbourne | Autorin: Laura

Pünktlich um 9:30 Uhr sind wir an der Kirche der Gemeinde St. Elizabeths eingetroffen und das, obwohl wir unser Schlafdefizit immer noch nicht aufgeholt hatten. Nach letzen Absprachen und Proben der einzelnen Pilgergruppen fing die Messe dann gegen 10:30 Uhr an. Wie wir es von der Rise-Jugendgruppe gewohnt sind, war die Messe gut vorbereitet und alles andere als langweilig.

Im Anschluss gab es für alle Pilger und deren Familien ein großes Barbeque (BBQ) im Gemeindehaus. Es lag eine gewisse Abschiedsstimmung in der Luft, weshalb wohl jede Gruppe die Tage noch einmal Revue passieren ließ und ein Dankeschön an die Gastfreundlichkeit der Gemeinde richtete.

Der Nachmittag war dann frei, um noch etwas Zeit mit der Familie zu verbringen, bevor es wieder einmal ans Packen ging. Meine Familie, d.h. Ben und Josie Bolano, haben sich daher entschlossen, mit Büsa, Dünnwald und mir in die Stadt zu fahren. Unser erstes Ziel war dort ein Kriegsdenkmal, auch Shrine of Rememberance genannt.

Neben dem kulturellen Aspekt hatte man von diesem Monument auch einen einmaligen Blick über die Stadt. Direkt neben dem Denkmal befindet sich ein botanischer Garten, dort machten wir einen Spaziergang. Für uns waren die Temperaturen in Melbourne ein Anlass, noch einmal die Winterklamotten auszupacken, aber die Australier scheinen da etwas härter im Nehmen zu sein, denn man sah ständig Jogger mit freiem Oberkörper an uns vorbei laufen.

Nach ein wenig Zeit für letzte Souvenireinkäufe, hat uns die Familie in ein riesiges Casino mit direktem Ausblick auf die Skyline von Melbourne geführt. Doch leider blieb uns nicht mehr viel Zeit, denn die Sachen mussten gepackt und wir selbst noch ein letztes Mal geduscht werden, denn man weiß ja hier nie, wann sich dazu die nächste Gelegenheit ergibt.

Außerdem sollten wir ja auch um 4 Uhr morgens wieder startklar sein, d.h. um ca. 2:30 Uhr aufstehen. Noch ein bisschen gegessen (Nutella, denn das gibt’s hier auch nur sehr selten) und mit der Familie geredet und dann ab ins Bett . . .  naja es wurde dann doch etwas später, weil wir uns noch diverse Bücher vorgelesen haben. ;-)

Tagesbericht vom 12.07.2008

Ort: Melbourne | Autor: Christopher

Dass der Tag toll wird, zeigte sich schon beim Aufstehen, denn wir konnten bis 10 Uhr ausschlafen – das war während der Tage der Begegnung in Melbourne nicht sehr oft der Fall.

Da den ganzen Tag Freizeit angesagt war, fuhren wir nach einem üppigen Frühstück auf die „Myner Farm“, um dort endlich die lang versprochenen und heiß ersehnten Kängurus live zu sehen. Der Besuch endete schließlich, als wir von hungrigen Gänsen verfolgt wurden, die es auf unsere Brote abgesehen hatten. So waren wir nach einem Besuch der Tierhandlung wieder zu Hause, wo Sharon, die Gastmutter, bereits ihre  Geburtstagsfeier vorbereitete. Wir verbrachten mit ihr die Zeit bis 19 Uhr, dann gingen wir zur Kirche, wo sich die verschiedenen Gruppen (Deutsche, Franzosen und Kanadier) gegenseitig vorstellten.Der deutsche Part bestand aus ein paar Liedern, die in der Gemeinde sehr großen Anklang fanden. Wieder zu Hause, war Sharons Geburtstagsparty bereits in vollem Gange. Cousinen, Onkel und Tanten waren da, die männlichen Familienmitglieder bereits sehr angetrunken. Man wurde mit offenen Armen willkommen geheißen und direkt über Deutschland ausgefragt.

So wurde man mit unbekannten Deutschkenntnissen der Verwandten überrascht oder sorgte für Verwunderung mit der Auskunft, dass die deutsche Bevölkerung zahlenmäßig größer ist als die australische. Nachdem wir uns kennen gelernt hatten, wurden Gastgeschenke ausgetauscht.

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Tagesbericht vom 10.07.2008

Ort: Melbourne | Autorin: Joelle Ophelders

Heute war unser erster Tag in Melbourne. Wir haben unsere erste Nacht in der australischen Gastfamilie hinter uns. Ich wohne bei einer sehr, sehr netten Familie gemeinsam mit Robert, Eva und Celine.

Die Eltern Riza und Jason sind Philippinos und tun wirklich alles für uns.
Wir haben drei Gastbrüder, Jared (10), Joseph (16) und Julius (19), die mir mit ihrer Gastfreundschaft und Offenheit schnell ans Herz gewachsen sind.

Am ersten Tag hat sich die ganze deutsche Gruppe und ihre dazugehörenden Gastfamilien in der Aula der Schule St. Elizabeths getroffen. Zuerst haben wir Kennenlern-Spiele gespielt. Ein australisches Mädchen hat Gitarre gespielt und wir gingen darauf  im Kreis und mussten uns jedem, der uns entgegen kam, vorstellen. Wenn die Musik anhielt, sollten wir uns in kleinen Gruppen zusammenfinden und Aufgaben erledigen wie z.B. das „Opera House“ von Sydney mit Personen der Gruppe darstellen, das war sehr lustig, da einige Gruppen wirklich sehr viel Phantasie hatten.

Nach den Spielen gabs ein großes Buffet, das von den Gastfamilien gesponsert wurde und ein dazu gehörendes gemeinsames Essen. Inzwischen war auch schon eine kanadische Pilgergruppe eingetroffen, mit der wir, trotz verschiedener Sprachen (französisch – deutsch) gut  klarkamen.

Nach dem sich alle satt gegessen hatten, gingen wir raus und spielten gemeinsam Basketball. Ich gebe ehrlich zu, dass ich verwundert war, wie gut und wie schnell wir Deutschen uns mit den Australiern angefreundet haben. Es kam mir so vor, als ob ich diese eigentlich fremden Leute, schon seit Jahren kennen würde.

Beim Basketball musste ich mich leider zurückhalten, da ich mir bei den vielen Flügen von Cairns nach Melbourne den Rücken verrenkt hatte. Doch es wurde noch schöner für mich, da ich mit viel wirklich toller Hilfsbereitschaft zu einer Physiotherapeutin gebracht wurde und gut behandelt wurde.

Später am Abend hatten wir frei und verbrachten den Abend mit der Gastfamilie. Wir wurden jedoch von Lei`s und Peng`s Gastfamilie, die nur drei Häuser von uns entfernt wohnt, zum Barbecue eingeladen. Es wurde noch ein sehr schöner und gelungener Abend und ein perfekter Ausklang des ersten Tages hier.